Tour de Suisse 2009

Die Gelegenheit, ein Profirennen als ambitionierter Radsportler hautnah mitzuerleben!

 Die Tour de Suisse gilt als das härteste Alpenrennen der Welt. Für Amateure erscheint die auf 8 Etappen verteilte Veranstaltung mit auch für Profis mit besonderen Anforderungen verbunden. Zum 70sten Jubiläum im Jahr 2006 wurden nicht weniger als 1530,7 km mit 22.500 Höhenmetern in nur 9 Tagen absolviert, davon an einem Tag mit einem vergleichweise kurzen Zeitfahren.

Für Amateure eine nicht zu erreichende Leistung?

Das zu überprüfen nahm sich im Jahr 2005 erstmals der Schweizer Jörg Leutner vor und absolvierte die die Strecke an den Renntagen annähernd vollständig. In 2006 lud er den Deutschen Eugen Siwon hinzu, der sich der Probe ohne erwähnenswerte Höhenmetererfahrung unterzog und ebenfalls überstand.

Die Strecke konnte an den Renntagen absolviert werden, da die Berufsfahrer frühestens um die Mittagszeit starten. Dabei kam den beiden Amateuren die bereits ausgeschilderte Streckenführung entgegen. Bei besonders anspruchsvollen Etappen profitierten die beiden sogar von echter Renn-Atmosphäre, nämlich als das Feld bereits soweit herangerückt war, dass die Strecke bereits ganz abgesperrt wurde und man entweder kurz vorher im Ziel eintraf bzw. bei finalen Bergetappen sogar zwischen den Lücken bei den Profis mitfahren konnte. Grosse Namen wie Schleck, Cancellara, McEwen, Klöden und Zabel konnten in diesen Momenten hautnah erlebt werden. Nicht zu vergessen das radsportbegeisterte Schweizer Publikum, welches keine Gelegenheit zum Anfeuern ausließ. In der Regel ist man jedoch vor den Profis angekommen und kann deren Ankunft in Ruhe in der Zielzone beobachten.

Die Teilnahme wurde bisher jedes Jahr im Juni wiederholt und nunmehr erstmals zum Anlass genommen, auch anderen an den  den bisher gesammelten Erfahrung partizipieren zu lassen und ein Mitfahren zu ermöglichen. Die Entscheidung reifte ohne Anspruch auf eine kommerzielle Veranstaltung und lediglich mit dem Wunsch, die einzigartige Erfahrung eines solchen Rennens mit anderen zu teilen und die Möglichkeit zu eröffnen, im Rahmen eines einwöchigen Aufenthaltes die Schönheit und besonderen Eindrücke der beschaulichen Schweiz im Rahmen einer physisch sowie psychisch anspruchsvollen Leistung zu vereinigen. Das Rennen durchquert das schöne Land fast vollständig und lässt den Aufenthalt zur unvergesslichen Erfahrung werden.

Anreise:

Die Anreise per Flugzeug ist unproblematisch und vergleichweise günstig. Einen Tag vor Beginn der Tour erreicht man Zürich von allen deutschen Großflughäfen mit rechtzeitiger Buchung für ca. 150,- EUR einschließlich dem eigenen Fahrrad. Diese Passage muss jeder, ausgehend von seinem Wohnort, selbst buchen. Die Ankunftszeit sollte dabei in einem Zeitfenster von 12:00 bis 14.00 Uhr stattfinden, um noch genügend Zeit zu haben, ohne Zeitdruck eventuellen Transport-Defekten mit einem Besuch in der örtlichen Radsport-Werkstatt beizukommen und den ersten Etappenort zu erreichen. Für die Überland-Wege planen wir den bereits erprobten Einsatz von geräumigen Transportern mit 8 Sitzplätzen und zusätzlichen Raum für die Räder.

Strecke:

Die Strecke für 2009 steht noch nicht fest, deshalb hier eine Übersicht aus 2008. Die genauste Übersicht verschafft die "Marschtabelle mit Höhenprofil" welche erscheint, wenn Ihr auf die Ortsnamen der Einzeletappen klickt.

http://www.tds.ch/tourdesuisse/strecken.html

Leider sind die Pläne aus den Vorjahren nicht mehr online, die Profile ähneln sich jedoch.

Sobald die Strecke für 2009 feststeht, kann man sich die schönsten Etappen aussuchen.
Für die ganz Tapferen gilt natürlich, alle Etappen zu bewältigen.

Unterkunft:

Aus Gründen der Verfügbarkeit bietet sich die Unterkunft auf dem Zeltplatz an. Während des Rennes sind die Hotels oft durch die Profi-Rennställe nebst Entourage belegt, die Übernachtung ist zudem günstiger. Für alle, die sich nicht auf einer Matte schlafen und erholen können, ist mit entsprechender Vorlaufzeit jedoch auch die Reservierung eines Hotelzimmers machbar. Wir warten hierzu zunächst das Feedback  aller Interessierten ab und zeigen auf dieser Seite vorab die zu erwartenden Kosten für beide Varianten ab.

Verpflegung:

Aus der Erfahrung werden zwischen 4.000 und 6.000 kcal pro Tag verbrannt. Die Energiemenge variiert zudem mit dem Wetter und den zu erwartenden Dauer der Tagesetappen, die bei mehreren anspruchsvollen Bergpässen durchaus bis zu 8 Stunden reine Fahrzeit betragen können. Eine reguläre Pause für zweite Frühstücks (auch "Znüüni" genannt) nach den ersten 40-50 km hat sich in der Vergangenheit bewährt. Unterwegs sind die üblichen Riegel und Bananen fakultativ. Nachschub an Wasser gibt es erfreulicher Weise in an den in der Schweiz oft auffindbaren Brunnen. An Vitaminen und Mineralien in wasserlöslicher Form sollte nicht gespart werden, denn die Versorgung des Körpers mit diesen Stoffen wird mit zunehmendem Fortschritt der Tour immer notwendiger.

Kleidung:

Obwohl in den vergangenen Jahren oftmals sonniges Wetter vorherrschte, ist besonders für die hohen Alpenpässe auf warme Kleidung zu achten. 2 Garnituren für die erste Schicht von Trikot und Trikothose sind empfehlenswert, da die Kleidung ggf. am Abend gewaschen wird und dann am nächsten Morgen noch nicht vollständig trocken ist.. Arm- und Beinlinge sowie Regen-Überzieher für die Schuhe sind natürlich empfehlenswert. Auch der Helm sowie ein Kopftuch sollten natürlich nicht fehlen.

Material:

Das Rad sollte vorher einem ordentlichen Service unterzogen worden sein. Besonders Bremsen, Schaltprogramm und Speichen sollten im Topzustand sein. Erklärt dem Radsportgeschäft Eures Vertrauens was Ihr vorhabt und prüft gewissenhaft die korrekte Durchführung der Leistungen (nicht jeder Mechaniker kennt die Anforderungen besonders an die Belastung von hunderten Kilometern Bergabfahrens)

Zur Grundausstattung hier eine empirische Auflistung:

- 2 Wasserflaschen
- Ersatzschläuche
- kleines Werkzeug
- Luftpumpe

Ein Mechaniker ist nach der Tagesetappe beschäftigtEin Mechaniker, beschäftigt nach einer Tagesetappe

Medizinische Versorgung:

Voraussichtlich wird eine ausgebildeter Krankenpfleger und Wundmanager dabei sein, der sowohl bei Krämpfen und muskulären Problemen aushelfen, als auch im Falle eines Sturzes die Erste Hilfe leisten kann. Vorsorglich sollte man wissen, dass vor allem die Abfahrten von hohen Bergpässen für ungeübte Fahrer ein nicht zu unterschätzendes Unfallrisiko beinhalten, gerade wenn zum Ende der Etappe Kraft und Konzentration nachlassen. Obwohl der sportliche Ergeiz jede Sprint- oder Bergwertung zum willkommenen Abwechslung für eines kleinen Wettstreits untereinander werden lässt gilt doch besonders eine Grundregel: Bergab wird keine Rennen gefahren !

Empfehlenswert zur Kontrolle ist auch ein Herzfrequenzmesser. Damit kann eine bessere Kontrolle der eigenen Leistungsgrenzen erfolgen und vermieden werden, dass eine Überlastung übersehen wird und ggf,. ein vorzeitiges Ausscheiden zur Folge hat.

Kosten:

Der Umrechnungskurz zu dem zum europäischen Ausland gehörenden Nachbarland Schweiz lautet 1,00 EUR zu 1,66 CHF (Schweizer Franken, Stand 07.2008)

Aus bisheriger Erfahrung sind folgende Kosten zu erwarten:

Unterkunft pro Tag: 50 CHF
Anteil Transportfahrzeug pro Tag: 20 CHF (bei mindestens 8 Teilnehmern)
Das Znüüni (zweite frühstück) im Restaurant/Tankstelle pro Tag: 15 CHF
Kohlenhydratreiche Verpflegung am Abend im Restaurant pro Tag: 30 CHF

Die Schweizer Sprache:

Die schweizer Sprache versteht man besser mit einem kleinen Grundkurs. Vorweg genommen darf erwähnt sein, dass das Schwyzerdütsch / Buuredütsch die Vokale einfach weglässt (staunen = stuune). Bei 2silbrigen Worten wird stets die erste Silbe betont ( Fondue,  ro) und der Artikel wird wie "s" ausgesprochen, also "s' Brötli".

Velo: Fahrrad
Finken: Reifen
Töff 0 Motorrad
Beiz: Kneipe
Stange: ein frischgezapftes Bier !
Mütschli, Weggli: Brötchen
Kafi = Kaffee
die Migros = das Aldi der Schweiz
Serviertochter: weibliche Bedienung
Konkubinat= nichteheliche Gemeinschaft (mittlerweile übliche schweizer Lebensgemeinschaft)
"Isch's guat gsi?" = "hat es geschmeckt ?"
hueregut = saugut
ein Dezi = ein Deziliter (übliches Flüssigkeits-Mengenmaß)
Samichlaus und Schmutzli: Nikolaus und Knecht Ruprecht