Die Datenrettung bei Festplatten erfolgt unter besonders sauberen Bedingungen. In der Praxis zeigt sich: Am Markt gibt es deutlich mehr ungeeignete Anbieter als wirklich spezialisierte Datenretter. In diesem Beitrag erklären wir, worauf es bei einer professionellen HDD-Datenrettung ankommt.
Was Sie über die Datenrettung bei Festplatten wissen sollten
Eine Festplatte besteht aus mehreren technischen Modulen, die bei einer Diagnose und Datenwiederherstellung berücksichtigt werden müssen.
Grundaufbau einer Festplatte
- Motor
- Schreib-/Leseeinheit mit Arm und Köpfen
- Magnetscheiben (Disks)
- Steuerungselektronik (Platine)
- Daten-, Strom- und Konfigurationsanschlüsse
Beim Austausch von Schreib-/Leseköpfen wird spezielles Werkzeug benötigt. Der Innenraum vieler HDDs bietet nicht genug Platz für Standardwerkzeug. Ohne geeignete Hilfsmittel können die empfindlichen Köpfe gegeneinander schlagen und dauerhaft beschädigt werden.
Oberflächenschäden und Analyse der Magnetscheiben
Eine Festplatte besitzt mehrere Magnetscheiben, die jeweils oben und unten beschrieben werden können. Daraus ergibt sich die Anzahl der Oberflächen. Bei fünf Disks entstehen zum Beispiel zehn nutzbare Oberflächen.
Wie der Zustand der Oberflächen beurteilt wird
- Erste Sichtprüfung nach dem Öffnen: Es wird geprüft, ob Abrieb oder Schleifspuren sichtbar sind. Das ist oft ein Hinweis auf einen schweren mechanischen Schaden.
- Analyse der übrigen Köpfe unter dem Mikroskop: Statt die einzelnen Magnetscheiben unnötig zu entnehmen, werden die Schreib-/Leseköpfe kontrolliert. Sichtbare Spuren an den Sensoren deuten häufig auf Schäden an der entsprechenden Oberfläche hin.
Service Area, Firmware und Spenderfestplatten
Auf der untersten Magnetscheibe befinden sich nicht nur Nutzdaten, sondern oft auch Bereiche mit festplatteninterner Firmware, der sogenannten Service Area. Diese enthält wichtige Systemmodule, etwa Fehlerlisten, Sicherheitsinformationen und Parameter für die Leseköpfe.
Einige dieser Module sind individuell für genau diese Festplatte relevant, andere können mit Modulen einer baugleichen Spenderfestplatte abgeglichen werden. Deshalb wird in vielen Fällen eine passende Spenderfestplatte benötigt, bevor überhaupt ein Auslesen möglich ist.
Ist die Oberfläche stark beschädigt, kann es passieren, dass essenzielle Module der Service Area nicht mehr lesbar sind. Dann lässt sich die Festplatte nicht mehr korrekt initialisieren. Ebenso können falsch eingebaute Köpfe, ungeeignete Spenderteile oder Verunreinigungen im Inneren die Chancen auf eine erfolgreiche Datenrettung erheblich verschlechtern.
Gerade bei bestimmten Herstellern ist auch die Kompatibilität von Vorverstärkern (PreAmp) entscheidend. Ein äußerlich ähnliches Ersatzteil reicht nicht aus, wenn die interne Ausführung technisch nicht kompatibel ist.
Professionelle Datenrettung zum Festpreis
Wir untersuchen, bewerten und retten Daten aus defekten Datenträgern. Die Datenrettung erfolgt zum Festpreis – bezahlt wird nur im Erfolgsfall.
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